Sonntag, 4. Januar 2015

Sven Leiner - 'FUSION' oder Weine, die einfach Spaß machen


`Fusion' Rosé und Weißwein. Foto: © Ute Mangold, wiesengenuss

Heute hab ich mal wieder Zeit über Wein zu schreiben. Wein-achten ist vorbei. Das Essen dazu ist gekocht, gegessen, aufgeschrieben und gebloggt. Neujahr! Es beginnt ein Neues Jahr. 2015. Alles wird heller. Zumindest innerlich. Keine Lust mehr auf schwere Weine und schwere Gedanken. 
Doch draußen, Eisregen! Scheißwetter. Egal, ich geh nicht aus dem Haus und es ist niemand im Haus. Ruhe. Es ist echt Zeit für was prickelndes!! 

Über Wein-achten gab es bei mir - für uns - viele Weine, ja auch welche mit "Etiketten", aber keine Sammlerobjekte. Wir sind hier in der Südpfalz an der Quelle und viele gute und beste Weingüter befinden sich nur ein zwei Stunden entfernt. Die zweistöckigen Weinkeller befinden sich in diesen Weingütern. Wobei ich mich frage, ob es überhaupt eine Frau gibt, die einen zweistöckigen Weinkeller hat? Eine Privat-Frau, eine Privatière sozusagen? Eine Weinsammlerin? Ich gebe zu, ich sammle auch Weine, über Jahre - ja, Jahrzehnte nun. Aber, in meinem Kopf, in meinen Notizbüchern. Immer mit Assoziationen verbunden, Geschichten. Erlebnisse. Landschaften. Die Weinmacher, die Menschen dazu. Etiketten interessieren mich nicht. 

Sven Leiner, Weintage Südliche Weinstraße,
Landau 2014 Foto: © Ute Mangold, wiesengenuss

Okay, ich gebe zu, sie interessieren mich doch! Aber, anders. Ich kenne die Person hinter dem Etikett, also den Weinmacher oder die Weinmacherin. Und jetzt hat mich DIESES Etikett besonders angesprochen. FUSION, komplett in Neon-Orange. Ähnlich wie die Handwerk-Linie. Allein die Farbe hat mich an diesen trüben Tagen schon "angeprickelt"! Und von ihm kann ja nichts schlechtes kommen: den Weinmacher Sven Leiner kenne ich quasi von Anbeginn an, als er das elterliche Weingut in jungen Jahren übernommen hat.

Pop-Art, modisch, banal, würden jetzt die ewig grauen Meckerer zum Etikett sagen, die mehr so auf dicke Flaschen mit verschnörkelten Etiketten stehen, möglichst mit einem Chateau oder einem Wappen auf dem darauf aufgeklebten Papier. Und auf hochpreisiges. Je teurer, je besser. Aber, was soll ich sagen, ausgerechnet diese scheinbar "banalen" Weine zu diesen auch noch, äh, extrem günstigen Preis (um die 7 Euro) sind jetzt die, die uns am besten gefielen. An Wein-achten. Dynamischer, prickelnder Stoff, der Spaß macht. Einfach nur Spaß und gute Laune - und das, ja, mit Tiefgang. Aus 2013.

Sven Leiner @ Vinissima
Treffen, 2007 Foto: © wiesengenuss
Sven Leiner hat konsequent auf Biodynamie umgestellt, seit 10 Jahren nun schon. Demeter qualifiziert mittlerweile. Ohne erhobenen Zeigefinger. Vor einigen Jahren haben wir ihn mal besucht, da hat er uns sein Handwerk gezeigt. Ein Holzfass und den Besen, mit dem er seine Weine dynamisiert. Aus neun Pfälzer Baumarten. Und seine Weinberge, deren Boden noch lebendig ist. Voller Blüten. Ich weiß auch nicht, was es auf sich hat mit dieser Biodynamisierung, aber es funktioniert. An Sven Leiner's Weinen immer und immer wieder zu spüren. Seine Weine haben tatsächlich eine Dynamik. Jeder. Sie sind lebendig. Sie haben Tiefgang. Sie sind gut. Sie sind außergewöhnlich. Sie machen Spaß.


FUSION 2013

Der Weiße = Riesling, Scheurebe/Kerner, Weißburgunder
Der Rosé = Pinot Noir, Tempranillo und Cabernet Sauvignon.





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KALMITFEST 2014 

Sebastian Bordthäuser @ Kalmitfest 2014 am Stand von Sven Leiner
Foto: © Ute Mangold, wiesengenuss

Blick von der Kleinen Kalmit, Südliche Weinstraße in Richtung Kastanienbusch,
Foto: © Ute Mangold, wiesengenuss


Heiner Maleton, Sebastian Bordthäuser, Kaya Ute Mangold
@ Kalmitfest 2014, Foto: Dorit Schmitt, Chateau et Chocolat



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BIODYNAMIE

DER MOND DAS KUHHORN UND DER BALDRIAN






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